Heike: ‘Bayern hält Wohnraumförderung auf hohem Niveau – zusätzliche Steuerentlastungen unabdingbar’

Aug 19th, 2008 | By pressrelations | Category: Wirtschaft
München (pressrelations) -
Heike: 'Bayern hält Wohnraumförderung auf hohem Niveau – zusätzliche Steuerentlastungen unabdingbar'
'Bayern hält die Wohnraumförderung im Gegensatz zu anderen Bundesländern auf hohem Niveau. Dabei bietet die bayerische Förderung eine attraktive Palette vom Bayerischen Wohnungsbauprogramm über das Bayerische Zinsverbilligungsprogramm bis hin zum Bayerischen Modernisierungsprogramm. Viele Rahmenbedingungen beim Wohnungsbau werden jedoch vom Bund gesetzt. Hier treten wir ebenso mit Nachdruck für die Ankurbelung des Wohnungsbaus ein. So haben wir uns nachhaltig für den Wohnriester eingesetzt und im Rahmen des Steuerentlastungskonzepts eine Wohnungsbauinitiative in den Bundesrat eingebracht', betonte Innenstaatssekretär Jürgen W. Heike am 19. August 2008 in München. In Bayern gibt es nach einer Prognose des Forschungsinstituts empirica AG bis zum Jahr 2025 einen Neubaubedarf von 915.000 Wohnungen. Knapp ein Drittel des Bedarfs entfällt auf die Region München. 'Insbesondere in München brauchen wir mehr neue Wohnungen, sonst steigen die ohnehin sehr hohen Mieten noch weiter an', so Heike.
Der Freistaat Bayern förderte im Jahr 2007 im Bayerischen Wohnungsbauprogramm über 4.500 Wohnungen. Etwa zwei Drittel davon waren Eigenheime oder Eigentumswohnungen. Dazu kommen rund 3.000 Eigentumsobjekte im Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm der BayernLaBo. Im Bayerischen Modernisierungsprogramm wurden knapp 6.000 Wohnungen gefördert. 'Trotz der allgemein rückläufigen Bautätigkeit liegt die Wohnungsförderung in der Höhe der Vorjahre. Und auch die weitere Entwicklung stimmt mich zuversichtlich', stellte Heike heraus. Die Nachfrage nach Fördermitteln hat im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Zum 31. Juli 2008 waren schon 31 Prozent mehr Eigen- und Mietwohnungen bewilligt als im gleichen Zeitraum 2007. 'Das belegt, dass die Wohnungspolitik einen hohen Stellenwert hat', so der Staatssekretär. Mit den zum 1. Januar 2008 in Kraft getretenen neuen Wohnraumförderungsbestimmungen hat sich die Familienförderung verbessert. So erhalten Familien je Kind einen Zuschuss von 1.500 Euro. Hinzu kommt eine verbesserte Förderung von behindertengerechten Wohnraumanpassungen mit einem Zuschuss von 10.000 Euro. Auch für 2008 stehen wieder nahezu 200 Millionen Euro für die Wohnraumförderung zur Verfügung.
Die von Bayern in den Bundesrat eingebrachte Bundesratsinitiative im Rahmen des Steuerentlastungskonzepts sieht unter anderem die Einführung eines degressiven Abschreibungssatzes für neue Mietwohnungen vor. Außerdem sollen Investitionen in Energiesparmaßnahmen und energetische Sanierungen im Bestand besser als bisher steuerlich geltend gemacht werden können. Beim Neubau und der Sanierung von Eigenheimen sollen energetische Maßnahmen durch eine Steuerermäßigung von bis zu 4.500 Euro gefördert werden.
'Aufgrund steigender Mieten und immer höherer Heizkosten wird das Wohngeld immer wichtiger. Daher haben wir uns mit Nachdruck für eine Erhöhung eingesetzt. Die vor kurzem verabschiedete Wohngeldnovelle bringt Rentnern, Niedriglohnbeziehern und ALG I-Empfängern eine spürbare Entlastung. Ein Kernstück der Wohngeldnovelle ist die Einführung einer Heizkostenkomponente, die angesichts steigender Energiepreise von großer Bedeutung ist', betonte Heike. So erhält beispielsweise ein Ehepaar mit zwei Kindern und einem Arbeitseinkommen von Brutto 2.440 Euro für eine 75 Quadratmeter Wohnung mit einer Miete von 750 Euro plus 100 Euro Heizungskosten bisher 75 Euro Wohngeld. Ab dem 01.01.2009 sind dies 123 Euro. Das bedeutet eine Steigerung um 48 Euro beziehungsweise 64 Prozent, davon 15 Euro aufgrund der Einführung der Heizkostenkomponente.
Pressesprecher: Karl Michael Scheufele
Telefon: (089) 2192 -2114
Telefax: (089) 2192 -12721
E-Mail: presse@stmi.bayern.de

Leave Comment

You must be logged in to post a comment.