Älteste Bibel der Welt wird multimedial
Mai 8th, 2008 | By Robi | Category: Meist gelesen, MultimediaXplain und Microsoft virtualisieren Codex Sinaiticus mit neuer Software-Technologie
Berlin, 08. Mai 2008: Bei der heutigen Präsentation des Projektes ?Codex Sinaiticus? in Leipzig stellt Microsoft zusammen mit der Xplain GmbH, einem Unternehmen der Pixelpark-Gruppe, erstmalig die Silverlight-Technologie vor. Mit Silverlight können Schriften, die wegen ihrer Einzigartigkeit kostbar und unersetzlich sind, digitalisiert und damit wieder der Forschung und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dabei geht die neue Technologie über das reine Abbilden der Schriften hinaus: hoch auflösende Qualität des Materials, filmische Navigation, Zoomfunktionen, Begleitinformationen, Hinweise auf besonderes interessante Stellen des Schriftmaterials, sogar Eselsohren, Blutflecken und andere ?Schönheitsfehler? machen die digitale Schrift für den Nutzer zu einem echten Erlebnis. Und die empfindlichen Originale werden geschont.
Video: Start…
“Dieses Projekt ist wegweisend, sowohl inhaltlich als auch technisch. Mit der von uns in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelten Silverlight-Lösung können wir den Codex Sinaiticus in einer Qualität bereitstellen, die besser ist als das Original”, freut sich Christoph Kappes, Geschäftsführer der Xplain GmbH, über das Ergebnis des Projektes. “Wir können die Schrift in so vielen verschiedenen Darstellungen zeigen, dass ein lebendiger Eindruck vom Original entsteht. Das hat es in dieser Form bisher noch nicht gegeben. Daneben ist es natürlich höchst spannend, am Erhalt des Weltschrifterbes mitzuwirken.”
Das Projekt “Codex Sinaiticus”, im Internet unter www.e-manuscripts.org zu finden, ist ein erstes Gemeinschaftsprojekt der Universitätsbibliothek Leipzig sowie Microsoft und Realisierungspartner Xplain. Im Rahmen des Projektes wurden 43 der in Leipzig befindlichen Blätter der ältesten handschriftlichen Bibel der Welt mit dem vollständigen Neuen Testament, dem so genannten Codex Sinaiticus, digitalisiert. Teile dieser Handschrift, die zum Weltschrifterbe gehört, sind auf der ganzen Welt verstreut. Neben Leipzig existieren weitere Fragmente in London, St. Petersburg und im Sinai. Langfristig sollen alle Teile digital vereint werden.



