Wiesner-Ha g e r l o b t D e s i g n w e t t b e w e r b a u s .

Okt 11th, 2007 | By Robi | Category: Design

Sitzbank - Raumzone für die Zwischenzeit

Das oberösterreichische Unternehmen Wiesner-Hager, mit Stammsitz in Altheim, schreibt ab 15. Oktober einen offenen Designwettbewerb aus, in dessen Fokus die „Sitzbank“ steht. Gesucht wird ein experimenteller Entwurf, der neben innovativem Charakter und Funktionalität das Medium Sitzbank neu interpretiert: eine Kommunikationsplattform, ein Arbeitsplatz, eine Ruhezone, ein Designerstück – all das soll zeigen, dass eine Sitzbank mehr als eine reine Wartebank sein kann.

Die teilnehmenden DesignerInnen sind hinsichtlich der Wahl des Materials, der Abmessungen und der Technik vollkommen frei. Das Ergebnis soll ein in vernünftigem Rahmen reproduzierbarer Prototyp sein, den Wiesner-Hager bei der Orgatec 2008 präsentieren wird. Eine hochkarätige Jury, der u.a. Gerhard Heufler, Leiter des Studienlehrgangs „Industrial Design“ an der FH Joanneum, Roland Gnaiger, Professor für Architektur an der Kunst Universität Linz, und das Jungdesignerinnen-Team LUCY.D angehören, wird die eingereichten Entwürfe bewerten.

AdressatInnen für diesen Wettbewerb sind alle DesignerInnen und DesignstudentInnen, die nicht jünger als 20 sind und sich als Team oder Einzelperson bewerben möchten. Auch ArchitektInnen und KünstlerInnen sind als EinreicherInnen willkommen. Der Siegerentwurf wird mit dem firmeneigenen Know-How des renommierten Möbelherstellers Wiesner-Hager fertiggestellt.

Das Wechselspiel zwischen einem progressiven Hersteller und frischem Wind aus der jungen österreichischen Designszene hat Vorbildcharakter. Wiesner-Hager setzt schon länger auf das Potenzial von jungem Design, etwa mit dem außergewöhnlichen Laptop-Arbeitsplatz Compod von Philipp Haselwander oder dem Loungemöbel Eva Chair, einem Entwurf des US-amerikanischen Studenten Christopher Alvarado. Mit diesem erstmals offenen Wettbewerb gibt Wiesner-Hager jungen Kreativen die Möglichkeit, diese Tradition fortzusetzen und geht damit einen weiteren Schritt in die Zukunft. Für den oder die Wettbewerbs-GewinnerIn kann die Teilnahme ein Sprungbrett in die Design-Welt bedeuten. Der Philosph und Kulturwissenschafter Wolfgang Pauser zur Sitzbank: „Die Sitzbank ist kaum als Möbel zu bezeichnen, denn es geht ihrer Konstruktion gerade um eine Einschränkung von Mobilität. Sie will die Orte des Sitzens so unverrückbar wie punktgenau fixieren und ist oft selbst fixiert am Boden oder an der Wand. Das macht sie zum Zwitterwesen auch noch in einem weiteren Sinne: Mit der Immobilie verwachsen, ist sie halb Architektur, halb Mobiliar.“

Termine Einreichung
• Anmeldung: 15. Oktober 2007 bis 30. Jänner 2008
• Einreichung: 15. Oktober 2007 bis 04. Februar 2008 (es gilt der Poststempel)
• Obligatorische Anmeldung, weiterführende Informationen und Ausschreibungsunterlagen zum Wettbewerb unter: www.juicypool.com/wiesner-hager

Jury
• Barbara Ambrosz und Karin Stiglmair, Designerinnen, LUCY.D
• Konrad E.O. Fischer, Chefredakteur Architektur & Bau FORUM
• Gerhard Heufler, Leiter des Studiengangs „Industrial Design“ an der FH Joanneum Graz
• Anna Popelka, Architektin, PPAG
• Markus Wiesner, geschäftsführender Gesellschafter der Wiesner-Hager Möbel GmbH
• Amelie Znidaric, Journalistin, Die Presse
• Roland Gnaiger, Professor / Leiter für Architektur an der Kunst Universität Linz

Preise
• Erster Platz: € 5.000,- & Realisierungsabsicht
• Zweiter Platz: € 2.000,-
• Dritter Platz: € 1.000,-

Wiesner-Hager: http://www.wiesner-hager.com

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